tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juli 19, 2026
SPANIEN – ARGENTINIEN 1 – 0
Ein WM-Endspiel voller Igittigitt-Momente.
Beginnend mit der inzwischen gewohnt megalomanen Ouvertüre durch irgendwelche Schlagerstars der Weltbühne.
Dann Tom Cruise – bei dem niemand versteht – was er da faselt – und warum er da steht.
Hymnentätärä.
Einblendung der fleischgewordenen Doppelmanifestation von Igittigitt: der korrupteste Eierkopf der Welt und der orangene Schmierlappen scherzen in der Präsidenten-Loge mit dem Weltpokal.
Selbst der extra im Footballstadion verlegte Naturrasen ist Igittigitt. Sagen zumindest die TV-Menschen, die sich berufsbedingt damit auskennen.
Auf diesem wird in Hälfte eins Igittigitt fortgeführt, hauptsächlich durch Argentinier, deren Inspirationsquelle das Team aus Paraguay zu sein scheint und die sich vielleicht aus Trotz wegen ihrer verpufften Falkland-Performance nach dem Englandspiel, der totalen Destruktion verschrieben haben. Darob beschliessen die Spanier Dosierung der Kraftressourcen und die erste Halbzeit verpufft sang-, klang- und freudlos.
Neuer Höhepunkt von Igittigitt zur Pause, denn diese wird zugunsten weiterer Peinlichkeiten aus dem Show-biz, auf eine halbe Stunde ausgedehnt. Hälfte zwei etwas interessanter, da Spanien die zuvor geschonten Kräfte nun einzusetzen gedenkt und mit geduldigem Passspiel die Lücke sucht, während Argentinien ihrem Brutalospiel mit der Einwechslung von Leandro Paredes ein weiteres Igittigitt hinzufügt. Die spanische Lückensuche bleibt ergebnislos. Zuwenig Zielwasser. Der argentinische Goalie scheint zwar nicht der beste seines Fachs, steht aber immer da, wo hingeschossen wird. Die argentinische Treterei hat aber sehr wohl ein Ergebnis: gelbrot für Fernandez in der Nachspielzeit. Erstaunlicherweise bleibt Chef-Rambo Paredes dieses Schicksal erspart.
Verlängerung. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Argentinier kein einziges Mal aufs Tor geschossen und dabei bleibt es erstmal auch, denn Spanien drängt vehement auf Vermeidung vom Elfmeterschiessen, während dezimierter Argentinier Kernkompetenz weiterhin und erst recht im Foulen besteht. Endlich macht Spanien das Tor, wird aber wegen Stürmerfoul annulliert. Teil Zwei der Verlängerung. Endlich mach Spanien das Tor und diesmal zählt es. Zehn Minuten später macht Spanien endlich das zweinull. Leider Abseits. In den letzten fünf Minuten dämmert es den Argentiniern, dass ein eigener Treffer her muss und zum ersten Mal im Spiel hat auch der spanische Goalie zwei Schüsse zu halten, der rare Rest fliegt am Tor vorbei.
AUS. ENDE. ABPFIFF.
Das spanische Team – am wenigsten für das Igittigitt verantwortlich – holt völlig verdient den WM-Titel 2026.
Igittigitt ist damit aber noch nicht ganz vorbei, denn FIFA- und US-Präsident sind zuständig, die Teams mit Medaillen zu behängen und den Pokal zu überreichen. Wohltuend, die vernehmbaren Pfiffe und Buhrufe, als sie beiden Backpfeiffengesicher den Rasen betreten. Der peinliche Höhepunkt ist selbstverständlich dem amerikanischen Clown vorbehalten, der als Partycrahser partout nicht von der Bühne weichen will, die dem feiernden Siegerteam vorbehalten ist. Vom dümmlich grinsenden Infantino muss er dort weggezerrt werden.
Igittigitt-Mann des Spiels: Leandro Paredes, der es trotz seines Glücks, von fünfmal Gelb und zweimal Rot verschont worden zu sein, es auch nach Abpfiff nicht lassen kann, spanische Spieler zu verprügeln.