WM ohni Scheiss – Tag 36 / Pause

tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juli 16, 2026

Während sich die Weltpresse noch darum bemüht, den leidlichen Kick zwischen Argentinien und England als Spektakel, Schlacht, Katastrophe oder Heldenepos einzuordnen, hier ein Pausen-Blick auf Eigentümlichkeiten und Neurungen des Turniers:
 
AUFSTOCKUNG
Die Möglichkeit für Haiti, Curaçao, Cabo Verde sich der Weltöffentlichkeit zu präsentieren war durchaus eine Bereicherung. Gleichzeitig ist das alles viel. Viel zu viel. Die Grenze ist, wenn nicht überschritten, so doch erreicht. Mehr wäre dumm.
 
HYDRAULISCHE BREMSE
Meine Spontanübersetzung bei der erstmaligen Konfrontation mit der eingeblendeten amerikanischen Bezeichnung für Trinkpause. Da wo hitzebedingt nötig, ist das ok. Das war aber zuvor schon möglich. In überdachten vollklimatisierten Arenen bei 21 Grad Celsius, ist das offensichtlich der blanken Gier nach Werbeeinnahmen geschuldet.
 
EINMARSCH UND HYMNEN
Eine pathetisch-nationalistische Inszenierung, die kein Mensch braucht.
 
COUNTDOWN ZUM ANSPIEL
Bei jedem Spiel, Silvester zelebrieren ist auch keine Lösung.
 
TICKETPREISE
Wahnsinn. Wucher. Trallala. Als Folge sitzt da zu grossen Teilen ein zahlungskräftiges, fussballfernes aber eventgeiles Publikum, das sich schlicht am Spektakel ergötzen möchte.
 
INFANTINO
Dass der korrupteste Eierkopf der Welt pro Spiel mindestens dreimal von der Bildregie eingeblendet werden muss ist aus vielerlei Gründen eine absolute Geschmacklosigkeit.
 
PROMIS
Nicht weniger nervtötend, die permanente Bild-Einspielung irgendwelcher Stars auf den Rängen. Hat GALA und die restliche Klatschpresse einen Deal mit der FIFA? Das angesprochene eventgeile Publikum reagiert jedenfalls mit einer solchen Euphorie auf die Einblendungen der jeweiligen VIP-Fressen, dass klar wird, wo seine eigentlichen Interessen liegen.