WM ohni Scheiss – Tag 27 / Achtelfinale

tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juli 7, 2026

USA – BELGIEN 1 – 4

Ring Ring Ring.
„Grüezi. Hier Präsident Infantino“.
„Hahaha….hello Gianni…hahaha…hier Donald…hahaha…sorry fürs Lachen. Ich vergesse immer, du bist ja auch Präsi. So wie ich…hahaha..…nur nicht so geil, mächtig und reich“
„Donald….hahaha….schön, dich zu hören. Ja, du bist schon ein toller Hund….hahaha…was kann ich für dich tun? Brauchst du eine neue Ehrung? Hab überlegt einen Philosophiepreis zu stiften – und wer, wenn nicht du….?“
„Nein danke. Philadingsbums klingt irgendwie schwul. Ausserdem sind das voll die Loser in Philadelphia. Ich hasse sie. Wählen immer nur Demokraten. Aber man hat mir erzählt, dass einer unserer Sucker-Boys beschissen wurde. Red card, was ist das für ein Quatsch? Jedenfalls darf der nicht mehr mitspielen.“
„Ja, da gibt es eine Regel, die…….“
„Gianni….hahaha….Regel? Du bist doch Chef von dem Laden.“
„Klar…..hahaha…war nur ein Witz….hahaha….ich klär das dann.“
„Gianni, du bist so ein Spassvogel. Ich mag dich….hahaha….also dann…bye Mr. President…..“
„Ich mag dich auch Donald, buy Mr. President.“

Zur dargebrachten Grottenleistung des US-Teams, folgende Erklärung: Verband, Trainer, Mannschaft oder der betroffene Rotsünder selbst, hätten durch Einsatzverzicht Baloguns, Grösse und Eier zeigen können. Als Folge der Majestätsbeleidigung wäre aber wohl der Hass mindestens der Hälfte der eigenen Nation und der von Trump und Infantino auf sie niedergeprasselt. Also wählten sie, analog zu Griechenland und Italien schon in der WM-Quali, den Weg des stillen Boykotts, um durch Ausscheiden im Wettkampf auf eine (weitere) Teilnahme zu verzichten, ohne sich aufs schlüpfrige und gefährliche Parkett eines kritischen Diskurses begeben zu müssen.
Alternativerklärung: Beschränkte fussballerische Fertigkeiten. Ähnlich limitierte Teams können sie überrennen, anspruchsvollere Gegner, siehe Türkei und nun Belgien, zeigen ihnen die Grenzen auf.
Sucht’s euch aus.

Jedenfalls reicht Belgien ein funktionierendes Teamgefüge und solide Defensive um im Verwaltungsmodus die desolate Abwehrarbeit und die haarsträubenden Fehler der USA auszunutzen. Die Tore machen die Belgier alle selbst, denn sogar der amerikanische Freistoss wäre in den Händen von Courtois gelandet, hätte der Belgier Vanaken ihn nicht auf die andere Seite des Tores geköpft. Alle Gastgeberteams sind nun raus.

SCHWEIZ – KOLUMBIEN 4 – 3 (im Elfmeterschiessen)

Eine zähe Angelegenheit, bei der bald klar wird, dass es auf Abnutzungsschlacht hinausläuft. Zu gut gestaffelt sind beide Abwehrreihen, zu diszipliniert gehen diese vor und zu sehr liegt beider Teams Augenmerk auf Fehlervermeidung. Der Intensität tut das keinen Abbruch und das Oberwasser ist gleich verteilt. Erste Hälfte Kolumbien, zweite Schweiz. Chancen sind beidseitig da, aber rar und werden nicht genutzt, logische Folge: Verlängerung. Bei dieser gibt es für Beide gefühlt mehr Abschlüsse als in der gesamten Spielzeit davor, doch es fällt kein Tor. Logische Folge: Penaltyschiessen. Jeweils einer pro Team verschiesst, und einmal hält Kobel für die Schweiz mit einer Monsterparade. Kolumbien draussen.

Der Prophet prophezeit: Der kolumbianische Torhüter heisst Camilo Vargas. Als in der Nachspielzeit Ruben Vargas auf Schweizer Seite eingewechselt wird, denke ich, wie lustig es doch wäre, wenn bei einem möglichen Elfmeterschiessen, Vargas gegen Vargas antritt und das Siegestor macht. Et voilà.