WM ohni Scheiss – Tag 22 / Sechzehntelfinale

tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juli 2, 2026

USA – BOSNIEN-HERZEGOWINA 2 – 0

„(Fuck the) U.S.A“ sangen 1981 die schottischen Punker von The Exploited. Etwas Ähnliches hat wohl das bosnische Team im Sinn – allein, es fehlt an Mitteln. Dynamischen Offensivdrang zeigen hingegen die Gasgeber und so stehts bald einsnull. In Hälfte zwei, Platzverweis für USA, die bosnische Überzahl erzeugt jedoch kaum mehr Gefahr als zuvor. Freistoss für die Amerikaner. Keeper Vasilj träumt von vergangen FC St. Pauli Zeiten und kann den haltbaren Ball nicht entschärfen. Zweinull. Anrennen der Bosnier, eher ratlos als wütend, führt zu nix. USA im Achtelfinale.

Schreckmoment: Der Einsnullschütze Balogun tritt Muharemovic ziemlich übel mit Stollen voran auf den Knöchel. Nach Ansicht der Bilder zückt der Referee notgedrungen die rote Karte. Balogun will ich genauso wenig Absicht unterstellen, wie dem Kollegen aus Katar beim Beinbruch des Kanadiers Koné. Muaremovic kann zum Glück weiter spielen.


SPANIEN – ÖSTERREICH 3 – 0

Hochkonzentrierte, technisch versierte, spielfreudige und kombinatorisch brillante Europameister treffen auf komplett überforderte Österreicher. Spannung will nicht aufkommen. Zu harmlos ist Austria, das im gesamten Spiel nicht eine Sekunde den Hauch von Gefahr erzeugen kann und mit dreinull noch gut bedient ist. Trotzdem toll zu verfolgen, da es einfach Spass macht, den Spaniern bei der Arbeit zuzuschauen.

Seltsam: Das erste spanische Tor findet keine Anerkennung, da angeblich der Keeper angegangen wurde. Auch bei mehreren Wiederholungen ist aber kein Foul zu erkennen. Sei’s drum.