tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juli 1, 2026
MEXICO – ECUADOR 2 – 0
Am Anfang war weder Wort noch Pfiff, sondern Gewitter. So wird mit einer Stunde Verspätung angestossen. Das mexikanische Team veranschaulicht den Begriff „Heimvorteil“ und überfährt quasi Ecuador. So stehst es schon nach einer halben Stunde zwonull. Das ecuadorianische Aufbäumen in Hälfte zwei führt zwar zu mehr Ballbesitz aber selten zu Gefahr. Mexico souverän weiter. Ecuador raus.
Verwirrend: Bei der Einblendung des argentinischen Trainers Ecuadors, Sebastian Beccacece, bin ich regelmässig erschrocken, da er mich stark an den Filius von Christian Constantin, den Patron des FC Sion erinnert. Trotzdem zweifle ich nicht an Beccaceces Sachverstand.
ENGLAND – DR KONGO 2 – 1
Mit viel Dusel, einem Kraftakt und Harry Kane, kann England das niederländische und deutsche Schicksal gerade so abwenden. Kongo geht schon nach sieben Minuten in Führung und bringt das britische Team mit stabiler Defensive und gefährlichen Kontern lange zur Verzweiflung. Die Engländer stemmen sich sichtbar gegen die Niederlage, offenbaren bis tief in die zweite Halbzeit aber einen Mangel an überzeugenden Mitteln. Dann macht Kapitän Kane das, was er noch besser kann als ackern oder der durchschaubaren Kontaktschwalbe, beim Versuch einen Elfer zu schinden, nämlich Tore. Derer zwei sind schliesslich der Nackenschlag für die unglücklichen Afrikaner. Die scheiden aus. Ob Deutschland nun dem englischen Team die Daumen drückt, damit mit Trainer Tuchel wenigsten ein Landsmann Weltmeister wird?
Lieblingsszene: Der akrobatische Freudensalto des kongolesischen Torschützen Cipenga
BELGIEN – SENEGAL 3 – 2
Ach du gar nicht so heiliger BimBam. „Wtf was that?“ wie Duselengländer auf Duselenglisch so sagen würden. Dusel, Schwein, Massel, Fortune….. alles untaugliche Begriffe für den belgischen Sieg. Flamen und Wallonen müssten sich nun wochenlang in den Armen liegen und ihre kindischen Streitereien für die nächsten 150 Jahre ad acta legen. Belgien: die erste Hälfte verhalten und verklemmt. Senegal, insbesondere über die Aussen, furios, mit feinen Kombinationen und sackstark. Logische Folge: nulleins. Nach der Pause gleiches Bild und somit bald nullzwei. Nach einer Stunde Spass, schaltet Senegal auf solide Verwaltung, ergänzt mit flotten Kontern. Gegen harm- und ideenlose Belgier ausreichend. Senegal nah am nulldrei. Vier Minuten vor Schluss. Lukaku. Einszwei. 180 Sekunden später. Tielemanns. Zweizwei. Verlängerung. Der Kräfteverschleiss führt zu Fahrigkeit. Je eine Grosschance auf jeder Seite. Einige Sekunden vor Abpfiff und Penaltyschiessen: VAR. Es gibt Elfmeter – aber nur einen. Für Belgien. Der sitzt. Senegal raus.
Lieblingsszene: Drei Spassvögel flitzen offenbar kurz vor Pause übers Feld und werden eingefangen. Die FIFA zensiert solche Bilder, doch die Pausen-ARD outet die 3 Kindsköpfe, wie sie zuvor mit belgischen Shirts auf der Tribüne sitzen.