tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juni 27, 2026
URUGUAY – -SPANIEN 0 – 1
Ein zähes, umkämpftes Spiel bar der Schmankerl und Finessen. Trotz der Bissigkeit bringt das uruguayische Team den spanischen Kasten selten in Gefahr, bekommt kurz vor Pause eins eingeschenkt und scheidet mit zwei Punkten aus dem Turnier.
Entscheidend: Der haltbare Schuss, der zum Siegtreffer führt.
KAP VERDE – SAUDI ARABIEN 0 – 0
BÄTSCH BUMM BÄÄNG – kleine Sensation: Durch Uruguays Niederlage haben Beide die Chance auf Platz zwei, wobei dem Team von den kapverdischen Inseln ein Remis reicht. Die Afrikaner halten die Saudis überwiegend im Zaum, sind gesamthaft aktiver, vergeben vier Hochkaräter und überstehen ohne Niederlage die Gruppenphase.
Lieblingsszene: Kapverdische Jubelfeier nach Abpfiff
NEUSEELAND – BELGIEN 1 – 5
Belgien spielt überforderte und defensiv oft fahrige Neuseeländer an die Wand. 35mal schiesst Belgien aufs Tor, Neuseeland lediglich 6x. Die Europäer hätten noch gut und gern fünf bis zehn Treffer mehr machen können. Auch so reichts zum Gruppensieg. Neuseeland ist raus.
Lieblingsszene: Der grosse alte Mann im belgischem Sturm, Romelu Lukaku, wird eingewechselt und macht 40 Sekunden später mit einem Hammerkopfball das einsvier.
ÄGYPTEN – IRAN 1 – 1
Im Vorfeld wurde ausgerechnet dieses Spiel zum „Pride Match“ erklärt, um an die Rechte queerer Menschen zu erinnern. Humor? Pädagogische Strategie? Ausgerechnet die Teams zweier Länder mit autoritären und totalitären Regimen, die Homosexualität teils brutal verfolgen, sind auserkoren, auf jene Rechte hinzuweisen. Sowohl der ägyptische als auch der iranische Verband hatten erfolglos versucht, dies zu verhindern und machen damit das Ansinnen anschaulich zur Farce. Die lokalen Organisationen hatten aufgrund des gleichzeitigen Pride-Weekends in Seattle, schon vor der Auslosung der Gruppenphase diese Idee. Dann kam die Los-Fee. Dumm gelaufen? Oder vielleicht doch gut, dass ausgerechnet Teams homophober Gesellschaften offenbar zähneknirschend dafür herhalten müssen?
Sportlich können Beide noch weiterkommen und so ist die erste halbe Stunde wild, ereignisreich und sieht die beiden Treffer. Einseins. Danach flacht es ab. Geckicke. Erst 10 Minuten vor Schluss wird es wieder spektakulär, da der Iran anrennt um den unsicheren dritten Platz zu vermeiden. Schüsse. Zwei Alutreffer, Ein Abseitstor. Ein reguläres fällt aber nicht mehr. Ägypten auf Platz zwei, der Iran muss mit drei Punkten noch zittern.
Lieblingsszene: Vereinzelte Regenbogenflaggen im Stadion.
PANAMA – ENGLAND 0 – 2
Zäh. Sehr zäh. Panama, schon ausgeschieden, da selbst bei einem Sieg über England, aufgrund des Direktvergleichs kein Vorbeikommen an Kroatien möglich, spielt gern den Spielverderber und macht es den Engländern so schwer wie möglich. Und diese tun sich schwer, machen nach einer Stunde aber noch zwei Tore und belegen Rang eins der Gruppe L.
Nostalgie: In den 90ern habe ich Zigaretten der Marke Panama geraucht. Vermutlich wegen des hübschen Päckchens.
KROATIEN – GHANA 2 – 1
Kroatien verdient sich die Führung in Hälfte eins. Ghana gleicht verdient nach der Pause aus. Obwohl den Kroaten der eine Punkt für die K.O. Phase gereicht hätte, drängen sie trotzdem auf den Siegtreffer. Lobenswerte Einstellung.
Abschlusstabelle L: 1. ENGLAND, P: sieben, TD: vier. 2. KROATIEN, P: sechs, TD: null. 3. GHANA, P: vier, TD: null. 4. PANAMA, P: null, TD: minus vier.