WM ohni Scheiss – Tag 15

tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juni 25, 2026

 
SCHOTTLAND – BRASILIEN 0 – 3
 
Die Defensive der Schotten, eigentlich das Prunkstück des Teams, in Hälfte eins desolat und mit seltsamen Aussetzern. So stehts zur Pause nullzwo. Eine halbwegs solide Leistung kombinationskompetenter Brasilianer führt zu deren drittem Tor, während bemühten aber harmlosen Schotten in Hälfte zwei lediglich ein paar Abschlüsse gelingen.
 
Bemerkenswert: Eine Viertelstunde vor Schluss Einwechslung Neymar, der in der kurzen Zeit nicht viel bewirken kann, bei seinen brasilianischen Landsleuten aber aus irgendwelchen Gründen Heldenstatus geniesst.
 
MAROKKO – HAITI 4 – 2
 
Parallelspiel der Gruppe C. Dass Haiti selbst bei einem Sieg ausgeschieden ist, steht schon vor Anpfiff fest, nur die Frage, ob Marokko Platz eins, zwei oder drei der Gruppe belegt, muss geklärt werden. In der spektakulären ersten Hälfte trifft zunächst Haiti sehr hübsch. Flanke, Hacke, Keeperrücken, Tor. Lässt Marokko nicht auf sich sitzen und beginnt seine Klasse auszuspielen, bis der Ball in der 40sten endlich drin ist. Juckt Haiti wenig. Zwei Minuten später macht Isidor aus etwas 20 m ein Traumtor. Juckt Marokko wenig. Zwei Minuten später Flanke in den Strafraum und aus 16 m und vollem Lauf haut Sabiri das Ding rein. Zweit Hälfte etwas weniger Spektakel, trotzdem mit Abschlüssen für Marokko. Haiti hält dicht. Bis zur 78ten. Dann dreizwei und kurz vor Schluss noch vierzwei.
 
Lieblingsszene: Das wunderschöne zweieins für Haiti.
Abschlusstabelle C: 1. BRASILIEN, P: sieben, TD: sechs. 2. MAROKKO, P: sieben, TD: drei, 3. SCHOTTLAND, P: drei, TD minus drei, 4. HAITI, P: null, TD: minus sechs.
 
TSCHECHIEN – MEXICO 0 – 3
 
Mexico ist der Gruppensieg nicht zu nehmen, Tschechien braucht für die Chance aufs Weiterkommen dringend einen Sieg. So beginnt es auch angriffsorientiert mit einigen gefälligen Abschlüssen, stellt aber danach das Offensivspiel mehr oder minder ein. Tschechien kann nicht, Mexico muss nicht. Pause. Danach wird’s einseitig. In der 55ten stellt Mexico auf nulleins, fünf Minuten später ein humoriges Slapsticktor mit Arschbackenassist, nullzwei. Dann erst kommt Tschechiens bester Stürmer Patrick Schick auf den Platz, kann aber das Auseinanderfallen des Teams auch nicht verhindern. Die mexikanische Torhüterlegende Ochoa, mit 41 Jahren bei seiner sechsten WM kurz vor Schluss ehrenhalber eingewechselt, schlägt weit ab, Ball kommt von Aussen in den Strafraum, nulldrei. Die Tschechen sind damit raus.
 
Lieblingsszene: Das mexikanische Team lässt Ochoa nach Abpfiff hochleben.
 
SÜDAFRIKA – SÜDKOREA 1 – 0
 
Das Süd-Derby beginnt Südkorea wie erwartet stark, kreiert erste Chance, baut aber danach zunehmend und überraschend ab. Südafrika übernimmt das Ruder, kann aber seine Konter nicht veredeln. Nach der Pause kommt Südkorea wieder besser rein, aber ohne nennenswert Chancen. Südafrika lanciert Konter und trifft in der 63sten. Die folgenden koreanischen Versuche bleiben im afrikanischen Bollwerk stecken, und das Team hüpft überraschend auf Rang zwei der Tabelle. Die Südkoreaner müssen als Dritte noch bibbern.
 
Abschlusstabelle A: 1. MEXICO, P: neun TD: sechs. 2. SÜDAFRIKA P: 9, TD minus eins. 3. SÜDKOREA, P: drei, TD: minus eins. 4. TSCHECHIEN, P: eins, TD: minus 4.
 
ECUADOR – DEUTSCHLAND 2 – 1
 
Die Deutschen sind eh schon sichere Gruppenerste. Ecuador braucht dringend Punkte. Deutschland macht das nulleins. Schnell. Mit 109 Sekunden aber nicht das schnellste des Turniers. Zudem in der Entstehung fragwürdig, da hohes Bein beim Zuspiel und eigentlich irregulär. Ecuador beginnt aber unbeirrt dynamisch nach vorne zu spielen. Nach knapp 10 Minuten einseins. Deutschland sucht die Spielkontrolle, Ecuador beherzte Angriffe. Beides bleibt Trefferfrei. Pause. Hälfte zwei beginnt mit zurückgenommenem Penalty. Auf die Kontaktschwalbe von Havertz fällt die Schiedsrichterin zwar herein, die konsultierten Monitorbilder belegen jedoch ein deutsches Foul in der Entstehung. Beide nun bemüht um Spielkontrolle und ab der 70ten wird’s turbulent. Grosschance Ecuador, da sich Tah und Neuer in die Quere kommen. Zwei Minuten später Grosschance Deutschland. Baier verpasst am Fünfer. Eine Minute später: Sané verddadelt. Eine Minute später: die Grossschance Ecuadors wird geblockt. Eine Minute später: Ecke Ecuador, hübsche Kopfverlängerung, Neuer pennt. Einszwei. Ecuador mit 4 Punkten als Dritter höchstwahrscheinlich weiter.
 
Lieblingsszene: Siegtreffer.
 
CURACAO – ELFENBEINKÜSTE 0 – 2
 
Curacao braucht zum Weiterkommen dringend einen Sieg. Das Tor macht aber in der siebten Minute Pepé für die Elfenbeinküste. Ab da ist die Sache mehr oder minder klar. Curacao macht immer wieder ein paar hübsche Angriffe, die Ivorer in Hälfte zwei das nullzwo. Curacao leider raus.
 
Abschlusstabelle E: 1. DEUTSCHLAND, P: sechs, TD: sechs. 2. ELFENBEINKÜSTE, P: sechs, TD: zwei. 3. ECUADOR, P: vier, TD: null. 4. CURACAO, P: eins, TD: minus acht.