WM ohni Scheiss – Tag 12

tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juni 22, 2026

 
URUGUAY – KAP VERDE 2 – 2
 
Den ersten WM-Titel gewann Uruguay / Kap Verde zum ersten mal dabei. Und was sich reimt ist gut, denkt sich frei nach Pumuckl das afrikanische Team und stellt nach 20 Minuten mit seinem allerersten WM-Treffer auf nulleins. Hammertor. Freistoss. 30 Meter. Zu weit, denken sich sorglose Mauerbauer und bauen fahrlässig. Kevin Pinas ballert unhaltbar ins Netz. Uruguay erneut gefordert, trifft besser als im Startspiel und liegt zur Pause zwoeins vorn. Daher verzichtet es zu Beginn von Hälfte zwei auf Sturmlauf wie gegen die Saudis und es folgt munteres Hin und Her. Bis nach einer Stunde die Abwehr Uruguays einen Riesenbock schiesst und Kap Verde daraufhin ein Tor. Unterbrochen von weiterhin gefälligen afrikanischen Vorstössen, investieren die Südamerikaner viel, bis auf ein Abseitstor aber ohne Ertrag.
 
Lieblingsszene: Das Freistoss-Traumtor.
 
NEUSEELAND – ÄGYPTEN 1 – 3
 
Beide dynamisch von Beginn, Neuseeland mit den bessern Chancen und nach einer Ecke einsnull. Nach der Pause werden die ägyptischen Angriffe immer intensiver und folgerichtig bald einseins. Neuseeland stellt fast komplett den Angriff ein, wirkt zunehmend desolat und scheint nur noch den Punkt verteidigen zu wollen. Schlechte Idee. Ägypten drückt und drückt und macht einszwei und einsdrei. Hätte noch höher ausfallen können.
 
Lieblingsszene: Ägyptens drittes Tor macht Trezeguet. Ich bin erstaunt, dass der ehemalige französische Nationalspieler nun nach Verjüngungskur für die Auswahl vom Nil kickt. Die Nummer 7 der Ägypter, so erfahre ich, heisst aber eigentlich Mahmoud Ibrahim Hassan und hat sich Davids Nachnamen als Zeichen der Bewunderung angeeignet.
 
ARGENTINIEN – ÖSTERREICH 2 – 0
 
70% aller argentinischer Väter, die zu Alimenten verpflichtet sind, so ist zu lesen, zahlen nicht, oder zu wenig. Um sie da zu packen, wo es den fussballfanatischen Bagaluten weh tut, belegen sie argentinische Behörden mit Stadionverboten, solange die Zahlungen ausbleiben. Die Stadt Buenos Aires hat das Prinzip auch auf die WM ausgeweitet und und schickte der US-Behörde 13.000 Namen säumiger Zahler um deren Turnierbesuch zu verhindern. Ob das wirkt? Bei den Reise-, Hotel- und Ticketpreisen, die für den gemeinen Argentinier unerschwinglich sind, ist die Kategorie „heisse Luft“ zu vermuten. Viel davon produziert auch das argentinische Team in Hälfte eins. Ansatzweise besser als gallige Österreicher, verzetteln sie sich regelmässig und verdaddeln auch allerbeste Möglichkeiten. Messi sogar einen Elfmeter. In Minute 38 dann doch ein feiner Angriff samt Abschluss. Einsnull. Die heisse Luft fabrizieren in Hälfte zwei die Österreicher. Gefällig wirkt der Zug nach vorn, doch nur weil man sie lässt. Kurz vor Strafraum ist meist Schluss. Ein Torschuss im gesamten Spiel und das, durch einen Freistoss, getreten von Sabitzer. In der Nachspielzeit kommt noch ein Kopfball hinzu, kurz bevor dann Messi sein zweites Tor macht.
 
Lieblingssszene: Argentinische Männer im Publikum, die sicher alle ihren familiären Verpflichtungen nachkommen.
 
FRANKREICH – IRAK 3 – 0
 
Frankreich spielfreudig, Irak in der Abwehr festgenagelt. Einsnull. Trinkpause. Frankreich gemächlicher. Irak darf auch ein bisschen. Pause. Pause. Immer noch PAUSE. Weil es regnet. Und dann Pause. Zwei Stunden lang. Pause. Publikum verlässt das Stadion. Publikum kommt wieder. Regen vorbei. Platz pfützig. Dann nochmal warm machen der mittlerweile erkalteten Teams. Irgendwann gehts weiter. Dann gibts zweinull, dann dreinull. Irgendwie bekloppt, das Ganze. Vielleicht hätte das irakische Team die Regen-Pause-Pause-Pause für ein Abkommen nutzen sollen. Verhandlungsgeschick unterstellt, hätte ein Unentschieden rausspringen können. Wer weiss……….
 
Strange: Regen