WM ohni Scheiss – Tag 11

tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juni 21, 2026

ECUADOR – CURACAO 0 – 0

Auch Ecuador steigt in den Wettbewerb um das schnellste Turniertor ein, Enner Valencia taucht nach 120 Sekunden frei vorm Keeper auf, scheitert aber an ebenjenem. Auch die ecuadorianischen Folgeversuche vor und nach der Pause scheitern, ebenso die Dreifachchance Curaçaos nach einer Stunde. Ecuador will’s nun wissen, aber die nimmermüde Abwehr Curaçaos, Torhüter Room, das Torgehäuse und mangelndes Zielwasser vereiteln die Versuche. Damit hat Curaçaos bei der ersten Turnierteilnahme, nebst dem ersten Tor, auch den ersten WM-Punkt sicher.

Lieblingsszene: Nach Abpfiff wird Curaçaos Goalie, Eloy Room, dankbar von seinen Mitspielern geherzt, hat er ihnen doch mit tollen Paraden, den grössten bisherigen Erfolg der Nationalmannschaft ermöglicht.

TUNESIEN – JAPAN 0 – 4

Japans Versuch des schnellsten Treffers gelingt mit einem absichtsfreien aber wunderschönen Hacke-Zufallstor. Aber nach erst 208 Sekunden und damit nicht schnell genug für Platz eins. Japan ist sowohl in den Druck- als auch Gemächlichkeitsphasen des Spiels zwei Nummern zu gross, da sich das tunesische Team analog zum tunesischen Verband präsentiert. Chaotisch, planlos und völlig überfordert. Der Verband hatte nach der Klatsche gegen Schweden mitten im Turnier Trainer Sabri Lamouche gefeuert, gefolgt von Streik- und Abreiseandrohung von Teilen der Mannschaft. Befürchtet wurde der Einsatz einer Verbandsmarionette. Mit dem Franzosen Hervé Renard wurde offenbar ein beschwichtigender Kompromiss gefunden, die Sorgen im Spiel bleiben, das Nullvier ein noch gnädiges Resultat, irgendein aufgeschnappter TV-Kommentar beschreibt das Spielverhalten: „Ein Nichtschwimmer im ganz tiefen Wasser.“

Lieblingsszene: Immerhin kann sich der tunesische Torhüter Aymen Dahmen trotz des Debakels, in einer Szene auszeichnen, als er akrobatisch den Ball zwei Millimeter vor der völligen Umrundung der Torlinie, zu fassen bekommt.

SPANIEN – SAUDI ARABIEN 4 – 0

Auch Spanien misslingt der schnellste Treffer des Turniers, da die erste hübsche Flanke von Jamal nach 40 Sekunden, im Fünfmeterraum weggeköpft wird. Danach will kaum Spannung aufkommen. Drückend überlegen die Iberer, die Saudis in der Abwehr gefordert und nicht immer auf der Höhe, nach vorne nicht existent. Drum dreinull schon vor der Pause. Danach das Gleiche. Kaum aus den Kabinen, Ecke Spanien. Schuss Cucurella, Slapstickabwehr. Eigentor. Viernull. Als die Spanier Schongang beschliessen, dürfen die Saudis auch mal in deren Hälfte. Einige Dribblings, vor allem gegen sich selbst, und ein Schuss Richtung Tor und abnehmerlose Flanken springen dabei heraus. Kurz vor Schlusspfiff noch ein Abseitstor für Spanien. Bleibt viernull.

Schreckmoment: Kanno, erst nach der Pause für die Saudis eingewechselt, bekommt die Stirn eines eigenen Teamkollegen heftig an den Hinterkopf und wird auf dem Feld betreut. Danach bekommt er Kopfverband, muss aber trotzdem ausgewechselt werden. Hoffentlich nix Schlimmes. Genesungswünsche.

BELGIEN – IRAN 0 – 0

Von Beginn an müssen sich die Iraner der belgischen Angriffe erwehren. Zweimal kommen sie auch selbst gefährlich zum Abschluss. Zuletzt mit einem hübschen Freistosstrick samt Tor. Gilt aber nicht. Abseits. Dann wieder belgischer Drang, jedoch unpräzise und torlos, genauso wie das kurze iranische Aufbäumen kurz vor Pausenpfiff. Halbzweit zwo – ebenso. Belgien drückt, jedoch bar der nötigen Finesse. Dann mal eine 100%ige. Goalie Beiranvand hält stark. Dann hindert Ngoy als letzter Mann einen Iraner am Sturmlauf. Rot. Die belgische Unterzahl für zu Augenhöhe und es geht wild rauf und runter. So gibt’s noch etwas Spannung aber keine Tore.

Lieblingsszene: Obelix