tägliche Randbemerkungen von Herrn Kikos zum Männergekicke um den Weltpokal der Nationen 2026

Juni 11, 2026
MEXIKO – SÜDAFRIKA 2 – 0
Vorfreude war gross. Shaqiri eröffnet, sagte mir jemand. „Der alte Schlawiner“, denke ich, „doch geschafft zur WM.“ Dafür Enttäuschung grösser. Statt Xherdan, irgend so eine Blondine als Auftakt zu folkloristischem Tohuwabohu. Eine professionelle Vampirin erzählte was. Kommt mir spanisch vor. Dann folgt Spass mit Flaggen aber leider ohne Sheldon und im Anschluss eine Autotune-Erbärmlichkeit wie aus dem ESC. Entweder die WM- oder FIFA-Hymne. Hab nicht aufgepasst. Formalästhetisch aber passend zu beidem. Endlich im Bild: Der korrupteste Eierkopf der Welt. Zum Hymnenabnudeln dann sämtliche Spieler der beiden Mannschaften auf dem Feld, samt Familienclans und Nachbarschaft. Natürlich dürfen Einlaufkinder nicht fehlen. Niedlich: die südafrikanische Hymne war mir gar nicht in Erinnerung. Klingt wie Soundtrack zu AVATAR. Ein Mix aus Matador, Latin Lover und Deodorant-Modell singt dann die mexikanische. Dieser Hymnenhumbug dünkt mich von Turnier zu Turnier schlimmer. Wehmütig denke ich an die peinlich berührt dreinblickenden Kicker der 70er und 80er.
Dann gibt’s endlich Fussball – oder zumindest sowas ähnliches. Von zwei komischen Teams ist das mexikanische das deutlich bessere und gewinnt auch zwonull. Das Spiel an sich dröge, immerhin gibt es zur Unterhaltung aber drei mal rot. Karten können die Südafrikaner besser und gewinnen in dieser Disziplin zwoeins. Sollten sie mal besser Jassen.
Lieblingsszene – Die erste rote Karte. War kein Foul sondern eine „Kontaktschwalbe“ und endlich kann ich diesen von mir erfundenen wie auch sehr hübschen Begriff öffentlich vorstellen.